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Einrichten, Schritt 6 von 7

6. Erster Konnektor: E-Mail

15 Minuten

Warum

Für viele Lehrkräfte sind E-Mails der größte Zeitfresser: Elternfragen, Terminabsprachen, Nachfragen zur Klassenfahrt. Bisher musstest du eine Mail kopieren, ins Werkzeug einfügen und die Antwort zurückkopieren. Ein Konnektor ist eine Verbindung zwischen dem Programm und deinem Postfach. Danach kannst du sagen: 'Lies die letzte Mail von Familie Müller und schreib einen Antwortentwurf.' Das Programm liest die Mail selbst und legt den Entwurf in deinem Postfach ab. Senden tust immer noch du. Das ist bequem, und es ist der erste Moment, an dem du wirklich überlegen musst, was das Programm sehen darf. Deshalb kommt dieser Schritt erst jetzt.

Eine Steckdose mit Briefumschlag-Symbol und ein Stecker mit der Aufschrift Claude. Darunter drei Umschläge: Lesen und Entwurf sind freigegeben, Senden ist ausgegraut.

So geht es

  1. In Claude Desktop öffnest du die Einstellungen und dort den Bereich Konnektoren. Du siehst eine Liste, darunter Gmail und Outlook. Wähle dein Postfach und klick auf Verbinden. Dein Mailanbieter fragt dich dann, was das Programm darf: Mails lesen, Entwürfe anlegen, Mails senden. Erlaube lesen und Entwürfe anlegen. Senden lässt du aus. So kann nie eine Mail ohne dich rausgehen.
  2. Leg für dich drei Regeln fest, am besten als Notiz: Das Programm liest Mails nur, wenn du es darum bittest, nicht von allein. Entwürfe gehen nie ohne dich raus. Und wenn eine Mail Namen und Noten enthält, bleibt die Antwort ein Entwurf, den du im Mailprogramm selbst fertig schreibst.
  3. Noch ein Wort zur Ampel aus der Werkbank: Mails von Eltern enthalten Namen, also sind sie Gelb. Wenn deine Schule einen Vertrag mit dem KI-Anbieter hat, ist das in Ordnung. Ohne Vertrag bleibst du besser bei Grün und lässt das Programm nur Mails ohne Personenbezug lesen, zum Beispiel vom Schulträger oder vom Verlag. Wenn du unsicher bist, frag deine Schulleitung. Mehr dazu steht in der Werkbank unter 'Darf ich das?', aber das kannst du später lesen.

Beispiel

Du schreibst im Code-Tab: 'Lies die letzte Mail von Familie [Familie] und entwirf eine Antwort in meiner Stimme. Ich möchte ein Gespräch nächste Woche anbieten.' Zwei Minuten später liegt der Entwurf in deinem Postfach unter Entwürfe. Du liest ihn, änderst zwei Wörter und sendest ihn selbst.

Übung

Diese Übung machst du bewusst mit einer Test-Mail und nicht mit einer echten Elternmail. So siehst du, wie es funktioniert, ohne dass echte Namen im Spiel sind.

Schick dir selbst eine E-Mail mit einer typischen Elternfrage, ohne echte Namen, zum Beispiel: 'Mein Kind hat am Freitag Zahnarzt, kann es früher gehen?' Dann bitte das Programm, diese Mail zu lesen und einen Antwortentwurf anzulegen. Schau in deinem Postfach unter Entwürfe nach. Lies den Entwurf laut. Sende ihn nicht, es war ja nur ein Test.

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